Hirschkäfer Verlag
 

Florian F. Scherzer
Zeppelinpost

1. Auflage, Hardcover, ca. 300 Seiten, 13 x 19 cm 

ISBN 978-3-940839-62-6

ca. 18,90 €

Erscheint im Herbst 2019


Als WhatsApp noch Zeppelinpost hieß.

München 1931. Carl Dürrnheimer führt ein ereignisloses Leben zwischen Arbeit und seiner vermüllten Wohnung. Eines Tages ändert sich alles. Er bekommt einen ungewöhnlichen Brief aus Brasilien. Von einer Jugendfreundin, die in den Wirren der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg plötzlich nach Südamerika verschwand. Seine erste, unerwiderte Liebe. Das wilde, von allen begehrte Mädchen das Viertels. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Art frühe WhatsApp-Konversation. Ein Briefaustausch von Kontinent zu Kontinent auf dem damals schnellstmöglichen Weg: per Luftschiff ›Graf Zeppelin‹. In nur drei Tagen von Deutschland nach Brasilien.

Carl Dürrnheimer schämt sich für sein trauriges, ödes Dasein und konstruiert sich ein neues, virtuelles Leben, von dem er nach Brasilien schreibt. Aufregend, ereignisreich, voller Freunde aus dem Künstlermillieu. Negroni trinkend und feiernd. Erfolgreich in seinem tollen Job, erfolgreich im Liebesleben. Das genaue Gegenteil seines echten Alltags. Schließlich erfindet er sich eine aufregende Geliebte, mit der er zunächst seine brasilianische Brieffreundin nur neidisch machen will. Aber sein Phantasiekonstrukt Therese gelingt im so gut, dass es zum zentralen Punkt seines Lebens und zu seiner großen Liebe wird. Dürrnheimer weiß, dass die Briefe nach Brasilien die einzige Möglichkeit sind, seine Freundin leben zu lassen …

Ein Roman in Briefen, der sich rasant zu einem überraschenden Kriminalfall entwickelt.

Der Autor 

Mit seinem Nicht-Heimatroman »Neubayern« legte Florian Scherzer im Jahr 2017 ein aufsehenerregendes Romandebüt hin, dem die Süddeutschen Zeitung eine ganze Seite und das österreichische Literaturmagazin Volltext sogar drei Seiten widmete. Scherzer ist gelernter Grafiker und arbeitet als Creative Director in der Kommunikationsbranche. Er stammt aus Dachau und lebt heute nach Stationen in Israel, Paris und Hamburg mit seiner Familie in München. Zum Schreiben kam er, als er eines Tages beim Ausmisten den ›Roman‹, den er mit hochpubertären sechzehn Jahren geschrieben hatte, wiederfand, mit Schamesröte im Gesicht las, sich dachte: »Das kannst du doch eigentlich besser.« q.e.d.